Zum Tod von Christof Stählin

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  • Inga

    Judith, vielen Dank für diesen Beitrag. Es war einmal, 2007, im Leibniz Kolleg in Tübingen, da bekam ein Haufen 18-jähriger, unter ihnen ich, Besuch von einem Liedermacher, der der Freund des Vaters einer Teilnehmerin war (oder so) und sich irgendwie hatte breitschlagen lassen, unsere wöchentliche Vollversammlung mit einem Konzert zu beehren. Sonst war zu dieser Zeit immer wissenschaftlicher Vortrag, und insofern waren wir positiv gestimmt. Und dann hieß es auch noch, er sei ein Lehrer von Judith Holofernes (wie und warum- keine Ahnung), und die fanden viele eher sehr gut, insofern, super. Und da saß ich, hörte diesem mir völlig unbekannten Menschen zu, seinen Namen hatte ich in all dem Trubel gar nicht mitbekommen, und es war wunderschön, und ein Lied, blieb mir ewig im Ohr, oder besser, ein Satz: ich will bei den Zypressen sein. Ich dachte, sagte, schrieb das immer wieder, wenn der Herbst kam, der Sehnsuchtsort eingefangen in 3 Worten. Und ein paar mal habe ich Versuche unternommen, dieses Lied zu finden, aber nur mit ein paar Bäumen kommt man nicht weit. Heute hab ich es endlich gefunden. Und ein ganzes Lebenswerk zum Entdecken noch dazu. Meine Vermutung, schon damals im Konzert, dass ich ihn nicht nur als „Lehrer von“ kennen sollte, hat sich bestätigt. Ich hab ein bisschen was nachzuholen jetzt.

    Danke.